Fantastisches Symphonie - Theater „Meister und Margarita”

Die Symphonie entstand unter dem Eindruck des Romans „Der Meister und Margarita“ von einem der größten russischen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts Michail Bulgakow. Der Inhalt des Romans ist ungewöhnlich vielgestaltig und verfügt über eine breite Palette an sujetbedingten Kollisionen. Zur Grundlage der Symphonie aber avancierte eine der wichtigsten Handlungslinien, die mit den Hauptpersonen dieses erstaunlichen Buches verbunden ist.

Es geht um Folgendes. Das Moskau der 1930er Jahre wird vom Satan (Voland) besucht. Zur selben Zeit schreibt ein in Moskau lebender, talentierter und völlig unbekannter Schriftsteller (der Meister) einen Roman über das Leben von Jesus Christus (Joshua). Die Handschrift des Romans wird publik und der Meister wird einer erniedrigenden und grausamen Kritik ausgesetzt. Als sie davon erfährt, bemüht sich Margarita, ihrem eliebten zu helfen und verwandelt sich mit Hilfe Volands in eine Hexe. Im Epilog des Romans kommen sowohl der Meister als auch Margarita um, doch ihre große Liebe setzt sich auch in den anderen Sphären des Seins fort und triumphiert somit über die Welt des Bösen und der Gewalt.

Die Symphonie besteht aus vier ohne Pause zu spielenden Teilen. Jeder Teil ist ein kleines Konzert für ein Soloinstrument und Orchester. Im ersten Teil, „Der Meister“ genannt, ist das eine Bratsche, im zweiten, unter der Bezeichnung „Joshua“, ist das die Orgel und im dritten, „Voland“, wird das Klavier zum Soloinstrument. Im vierten Teil „Der Meister und Margarita“ aber ertönt das gesamte Orchester. Das thematische Gewebe der Symphonie wird aus einer Intonation heraus geboren: einer beängstigend-leidenschaftlichen bei der Bratsche im ersten Teil, einer erhaben-tragischen in der Vielstimmigkeit der Orgel im zweiten Teil und einer grotesken in der Jazz-Arie des Klaviers im dritten Teil, der mit einem unheimlichen satanischen Ball endet. Im vierten Teil verwandelt sich diese Intonation in eine lichte und sogleich traurige Melodie, welche die ewige Liebe – die Liebe des Meisters zu Margarita verkörpert. Für die Präsentation der Symphonie wäre eine mit Hilfe des Lichtes theatralisierte Gestaltung der Musik sehr wichtig.

Die Bühne sollte aus drei Ebenen bestehen. Auf der untersten Ebene steht ein Klavier. Der Pianist (Voland) trägt einen schwarzen Anzug und ein Barett. Auf der mittleren Ebene befindet sich das Orchester und vorn der Bratschenspieler. Seine Kleidung ähnelt einer Zwangsjacke (der Meister). Auf der höchsten Ebene sitzt der Orgelspieler, bekleidet mit weißem Chiton (Joshua). Bei der Präsentation der Symphonie sollte das Licht nur die den jeweiligen Teil darbietenden Personen hervorheben, das andere Ambiente ist in Dunkel gehüllt.
Erst im vierten Teil wird die gesamte Bühne beleuchtet.