Konzert für Violine und Streichorchester

Eternal Springs
Auguste Rodin

Jeder Mensch sucht seinen eigenen Weg zum Göttlichen, jeder muss auf dieser Suche Gefahren und Versuchungen überwinden. Den Menschen führt die Liebe, doch längst nicht immer kann er die göttliche Stimme der Liebe von der Stimme der Selbstliebe unterscheiden. Der Kampf dieser beiden Elemente findet in uns statt, spaltet uns nahezu in zwei Hälften, sprengt uns fast bei jeder Gabelung unseres Lebensweges. Darüber erzählt Alexander Sojnikow in seinem ungewöhnlichen Streichkonzert. Kurz zu dessen Szenen:

1. Die Suche. Auf der Bühne tritt eine menschliche Gestalt auf (die Geigerin), die unbeholfen ihren Weg (ihre eigene Melodie) sucht.
2. Der Zwang. Das Schicksal (Mann in Schwarz) erscheint und unterwirft sich den Menschen. Das Orchester fällt ein, – seine Musik und die Musik der Geige sind mechanisch, gefühllos, sinnlos.
3. Die Versuchung. Das Schicksal lässt den Menschen von einer zur anderen vermeintlichen Freude schreiten. Für drei Stufen der Versuchung stehen drei Rhythmen, die uns an Chanson, Tango und Jazz erinnern.
4. Die Liebe. Dennoch trotzt der Mensch den Versuchungen und findet schließlich seinen Weg zur LIEBE.
5. Über raue Pfade zu den Sternen. Die irdische Liebe ist erst das Tor zur Freiheit. Der Mensch sehnt sich nach göttlicher Liebe, doch um diese zu erlangen, muss er viel Leid erkennen und überwinden. Durch einen langen Kampf entkräftet, hat der Mensch kaum noch Lebenskraft.
6. Das himmlische Licht. Ein Himmelsbote (Mann in Weiß) erscheint nun auf der Bühne, er streckt seine Hand dem Menschen entgegen und führt ihn in den Tempel des LICHTS.